U.S. E.A.CO. 1945

U.S. E.A.CO. 1945, Osttirol Dein Berg Tirol

Brugger Theresia, eine „ganz Starke“ in den Generationen der Hinteregger Frauen. Die unberührte Natur ihrer Heimat liegt ihr besonders am Herzen. Wofür sie oft genug und viel gekämpft hat – und so den Bau großer Stauseen in unberührten Almtälern verhinderte. Auch wenn damit so mancher Politiker alles andere als seine Freude hatte.

In der Küche des Gasthof Hinteregger in Matrei, steht ein Kochtopf mit Vergangenheit am Herd. Tag für Tag. Seit gut 50 Jahren. Stand er einst im Dienste der US-Army, hat dieser Tage Theresia Befehlsgewalt über ihn. Anselm hieß der Matreier, der mit Waren aller Art seine Geschäfte machte und sein umfangreiches Lager in der alten Wagenhütte von Theresias Vater hatte. Diese erinnert sich, dass ihr beim Aufmachen der Türe „das ganze ‚Glump’ entgegengekommen“ sei. Doch nicht alles war ein „Glump“, ein „Graffl“ wie man auch noch sagt zu Tand und Trödel. In diesem Haufen war jener Kochtopf, den Anselm den amerikanischen Besatzertruppen nach dem Krieg abgekauft hat. Gutes Kochgeschirr war rar, Emailtöpfe bestimmten das Inventar der Küchen. Theresias Mutter also kaufte diesen einen guten Topf um die für die damalige
Zeit horrende Summe von fünfzig Schilling.
U.S. E.A.CO. 1945 und Fleischsuppe sind seit diesem Zeitpunkt untrennbar miteinander verbunden. Die Ausnahme war und ist bis heute, dass beim Schweineschlachten darin das Fett ausgelassen wird. Was Theresia aber nicht mehr gerne macht, weil sie meint, der Boden wird langsam ein bissl dünn. Auch für das traditionelle Totenmahl – das „Einge-machte“ – wird er verwendet. Eineinhalb Tage lang steht man für dessen Zubereitung in der Küche. Dieser besondere Topf teilt sich den Platz am Herd natürlich mit anderen.
Theresia ist Spezialistin für die typische Matreier Küche. Sie kennt Gerichte, mit deren Namen sich mancher schwer tut beim Aussprechen. Dafür holt sie aus ihrem „Gartl“ die passenden duftenden und geschmack-gebenden Kräuter. Wie überhaupt der Großteil von dem, was in der Küche verarbeitet wird, aus eigener Produktion stammt. Eine Landwirtschaft beim Haus schlägt sich eben auch in der Frische und im Geschmack der Speisen wieder. So liest sich die Speisekarte beim Hinteregger traditionell, bodenständig und äußerst appetitanregend.Und Maßstab ist nach wie vor: Ein voller Topf U.S. E.A.CO. 1945 ergibt ca. 100 Portionen.